Hongkong und Shanghai
Zwei Städte voller Tradition und Moderne
Seinen Reichtum verdankte China schon immer auch seiner besonderen Lage und Ausdehnung. Die großen Seehäfen waren jahrhundertelang Umschlagplätze für Waren aus aller Welt, Schmelztiegel der Nationen sowie Orte der Hoffnungen und Träume. Bis heute hat sich daran nicht viel geändert, wie ein Blick nach Hongkong und Shanghai beweist.
Die Sonderverwaltungszone Hongkong
Hongkong gehört zu China und doch wieder nicht: Aufgrund der Geschichte der Stadt, die aufs Engste mit dem britischen Kolonialismus verbunden ist, stellt Hongkong heute eine Sonderverwaltungszone mit sichtbar britischem Einfluss dar.
Zwischen modernsten Bürokomplexen finden sich in Hongkong neben Spuren britischer Kolonialarchitektur auch traditionelle chinesische Tempel und Klöster. Zu den wichtigsten und sehenswertesten gehören der Won Tai Sin Tempel, das Po Lin Kloster, der Man Mo Tempel sowie der Tempel der 10.000 Buddhas.
Das Kloster Po Lin befindet sich allerdings nicht auf dem Festland, sondern auf der vorgelagerten Insel Lantau. Ein Ausflug dorthin empfiehlt sich auch wegen des Fischerdorfes „Tai O“, das „Venedig Hongkongs“, und des Vergnügungsparks Disneyland. Erholung bieten die Naturparks, Wanderwege und Strände der Insel.
Übrigens: Der besten Blick auf die Millionenmetropole Hongkong bietet sich, wenn man mit der Seilbahn auf den Victoria Peak, den bekanntesten Berg Hongkongs, fährt.
Shanghai
Auch Shanghai ist eine Hafenstadt, in der Moderne und Tradition eindrucksvoll zusammentreffen. Das alte China wird repräsentiert durch Touristenattraktionen wie den Longhua-Tempel mit Glockenturm oder den Jadebuddha-Tempel. Als sehr sehenswert gilt auch der Yu-Garten, einer der berühmtesten chinesischen Gärten und Oase der Ruhe. Er befindet sich mitten im historischen Zentrum nahe der wenigen noch erhaltenen Holzhäuser.
Vor allem Europa hat Spuren in Shanghai hinterlassen. Besonders deutlich wird das am Bund sichtbar, der Uferpromenade Shanghais, wo zwischen kühnen Wolkenkratzern auch immer wieder europäisch inspirierte Gebäude, meist alte Grand Hotels, zu finden sind. An die Kolonialzeit erinnert das französische Viertel östlich der Huaihai Lu. Zwischen immer mehr Neubauten verstecken sich hier Kolonial-Villen und Appartementhäuser im Art-decó-Stil.
